Konzept

Konzept der Freien Schule Eifel

Die Grundidee

 

„Was Kinder betrifft, betrifft die Menschheit.“ (Maria Montessori)

Die Idee zur Gründung unserer Schule wuchs aus der Vision heraus, einen Beitrag zu einer Gesellschaft zu leisten, die soziale und ökologische Verantwortung übernimmt und sich ans Generationen-Manifest hält. Die Sorge über aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen führten zur Überlegung, wie diese Entwicklung positiv verändert werden kann. Wie werden Kinder zu guten Menschen, die richtige Entscheidungen treffen und diese soziale und ökologische Verantwortung übernehmen? Wir sind der festen Überzeugung, dass ein starker Charakter Zeit, Raum und Liebe braucht, um werden zu können.

Wir möchten mit unserem Beitrag die Bildungslandschaft in der Eifel bereichern und individualisiertes Lernen der Kinder nach dem eigenen inneren Plan ermöglichen. Grundlage der pädagogischen Arbeit stellen Grundüberzeugungen und Materialien der Montessori-Pädagogik dar, die mit weiteren reformpädagogischen Ansätzen und einer Bildung zur Nachhaltigkeit verknüpft werden.

Die Wahrung der intrinsischen Motivation der Kinder stellt für uns ein hohes Gut dar. Aus der Verknüpfung dieser Aspekte ergibt sich ein sehr eigenwilliges, regional bezogenes Fundament der Bildungs- und Erziehungsarbeit. Wir wünschen uns, dass unsere Schule ein Ort der bildungspolitischen und kulturellen Aktivitäten und ein gern aufgesuchter Ort der Kommunikation, des kreativen Austauschs und der Zukunftsorientierung wird.

Unsere Statuten sind sehr klar, jedoch wird es stets Weiterentwicklung geben. Leben ist Veränderung. Die Details unserer Statuten werden also nicht in Stein gemeißelt sein. Die Freie Schule Eifel versteht sich als eine in stetiger Bewegung und Entwicklung begriffene Institution. In regelmäßigen, intensiven Teamsitzungen und Klausurtagungen wird die gemeinsame Bildungs- und Erziehungsarbeit kritisch reflektiert und diskutiert und gegebenenfalls angepasst werden.

Die Freie Schule Eifel wird als staatlich genehmigte Ersatzschule selbst Prüfungen abnehmen und Abschlüsse vergeben. Wir orientieren uns an den Rahmenlehrplänen des Landes NRW.

Unsere Leitlinien

  • Die drei Säulen kognitiv angeeignetes Wissen, emotional-soziale Kompetenzen und kreativ-musisch-handwerkliche Fähigkeiten haben bei uns die gleiche Priorität.
  • Wir vertrauen auf die Fähigkeiten des Kindes, aus eigenem Antrieb entsprechend seiner individuellen Entwicklungsbedürfnisse zu lernen. Pädagogen verstehen sich als Begleiter nach dem Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“.
  • Unsere Schüler erfahren viel Freiheit, um sich entsprechend ihres inneren Bauplans entwickeln zu können. Klare Strukturen wie verlässliche Tagesabläufe, Rituale, Regeln und eindeutige Grenzen erleichtern den Kindern dabei die Orientierung, eine liebevolle Atmosphäre gibt ihnen Halt.
  • Wir sind in der Eifel, wir sind die Eifel! Regionale Verbundenheit und die Nähe zur Natur stellen wichtige Rahmenbedingungen für den Schulalltag dar. Häufige Aufenthalte in der Natur, Beobachtungen und Erlebnisse sorgen für ein gesundes Naturverständnis bei den Kindern. Durch Lernen in und von der Natur wird ihnen ihre eigene Stellung im gesamten ökologischen System bewusst.
  • Wir setzen die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ um.

 

Pädagogische Eckpfeiler

  • Ganzheitliches, fächerübergreifendes und jahrgangsdurchmischtes Lernen und Arbeiten in thematischen Angeboten und Projekten. Betonung des selbstbestimmten Lernens.
  • Rhythmisierung des Tages durch flexible Unterrichtsblöcke, Wechsel von Spannung und Entspannung, ganztägige Tagesgestaltung in zeitlicher Ruhe, Nutzung von Ritualen.
  • Alltägliches Leben und Handeln im Bewusstsein der Nachhaltigkeit. Einbeziehung ökologischer, ökonomischer und sozialer Gesichtspunkte z.B. bei Entscheidungen im Bereich der Schulerweiterung und der Gestaltung des Außengeländes, aktive Teilhabe von Kindern, Eltern und Schulteam bei deren Realisierung.
  • Intensive vernetzte Arbeit mit unterschiedlichen, außerschulischen Partnern in der Eifel (z.B. Naturverbände, Waldschule, Handwerker, Künstler, Kirche), perspektivisch auch in Deutschland (Schulverbund Blick über den Zaun, Arbeitskreis reformpädagogischer Schulen, Schulen im Aufbruch) und in Europa (Schulen der Zukunft).
  • Achtung und Ausbildung der eigenverantwortlichen Selbsteinschätzung, regelmäßige Gespräche zum individuellen Entwicklungsstand, jährliche Entwicklungsberichte, Verzicht auf Zensuren. Ziffernzeugnisse ab Kl. 9 zur besseren Selbsteinschätzung in Hinblick auf die Abschlussprüfungen oder bei anstehendem Schulwechsel
  • Viel Bewegung, viele außerschulische Lernorte, keine Hausaufgaben, Lernmaterialien in der Schule (anstatt auf dem Rücken)
  • Hohes Engagement und enge Einbindung der Eltern in die Arbeit der Schule
  • Grundsätzlich gilt: Die Freie Schule Eifel ist eine Schule für alle Kinder.

Was ist eigentlich Montessori-Pädagogik?

https://m.youtube.com/watch?v=UK7QFFEJkMk&sfns=mo#menu

Was ist eigentlich Montessori-Pädagogik?